Tiroler Malerin errang Silbermedaille bei den Euroskills Drucken E-Mail

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Aline Erben, Mitarbeiterin der Color Kneringer GmbH, bei Berufs-Europameisterschaft erfolgreich.
Mitarbeiterin bei Color Kneringer.

Schon als Jugendliche bemalte sie mit ihrer Mutter Hauswände - später entschied sie sich dafür, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Nach dem 2. Platz bei den Berufs-Europameisterschaften erhält Aline Erben jetzt die ihr gebührende Anerkennung: Die 23-jährige bewahrte bei den „Euroskills" Nerven und setzte ihr Ziel, eine gute Platzierung zu schaffen, erfolgreich um.

„Eine super Erfahrung, ich kann nur jedem empfehlen, diese Chance zu nutzen", blickt Aline Erben auf die Euroskills zurück.

Von 2. bis 5. Oktober fanden die Europameisterschaften für das Handwerk in Lille/Frankreich statt. Ausgezeichnet dabei geschlagen hat sich die Malerin aus Ried – sie eroberte den Titel „Vize-Europameisterin". Junge Menschen im Alter von bis zu 25 Jahren haben dort die Gelegenheit, ihr Fachwissen und ihre beruflichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dies geschieht in 42 typisch europäischen Berufen. 420 Kandidaten aus 25 Ländern nahmen teil, 36 von ihnen aus Österreich. Film dazu unter: http://www.youtube.com/watch?v=t5SeQo4HV2w&feature=youtu.be Offizielle Seite http://www.skillsaustria.at

 

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Alle Fotos WKO Skills Austria

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Zuerst musste sich Erben allerdings qualifizieren. Nach den Landesausscheidungen nahm sie erfolgreich an den Staatsmeisterschaften teil. Kein leichtes Unterfangen, denn aus jedem Bundesland gab es einen Kandidaten - und nur die Erst- und Zweitplatzierten kommen weiter! Alines Trainingszeit für die Euroskills betrug ein halbes Jahr. Am intensivsten übte sie während der vergangenen sechs Wochen. Die gute Vorbereitung hat ihre Platzierung erst möglich gemacht. Denn jeder Teilnehmer erhält im Vorfeld einen genauen Ablaufplan, was zu tun ist. Daher stellte der Betrieb - die Color Kneringer GmbH aus Prutz - eine eigene Koje mit Wänden zur Verfügung. Damit hatte Aline beste Trainingsvoraussetzungen und konnte ihre Fertigkeiten zusätzlich verbessern.

Tapezieren, Lackieren, ein Colordesign abkleben, den Eifelturm malen und eine freie Technik, gehörten dann zum Programm der Euroskills. Im Wettkampf hatten die Teilnehmer drei Tage beziehungsweise 18 Stunden lang Zeit, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Wie bei einer Berufsinformationsmesse gestaltete sich das Umfeld: Schüler und deren Eltern haben sich zu Informationszwecken umgesehen, daher waren die Arbeitsbereiche abgesperrt. „Trotzdem war es sehr laut", beschreibt Erben. Alle Teilnehmer standen unter ziemlichem Zeitdruck. Dafür hatte jeder einen Experten als Trainer zur Seite. „Jene der anderen Länder haben einem ganz schön auf die Finger geschaut, dass auch nicht geschummelt wird", so die erfolgreiche Oberländerin. Und: „Im österreichischen Team herrschte enormer Zusammenhalt". Im Übrigen blieb ein halber Tag Zeit für das Erkunden der Gastgeberstadt.

Zielstrebig
Sehr gradlinig war Erbens Berufsweg von Anfang an. Im Jahr 2007 startete sie mit ihrer Lehre als Malerin, Lackiererin und Schilderherstellerin, die Lehrabschlussprüfung absolvierte sie 2010. Ihr Arbeitgeber ist in den Bereichen Malerei, Werbetechnik – Beschriftungen, Farbenfachhandel aktiv, im heurigen Jahr durfte sich die Color Kneringer GmbH über die Auszeichnung „Ausgezeichneter Tiroler Maler-Lehrbertrieb" freuen. Diese vergeben das Land Tirol, die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer. Landesweit als einziger Malerbetrieb erhielt die Color Kneringer GmbH diese Honoration.

Aline selbst beschreibt sich als ehrgeizig, motiviert, hilfsbereit und belastbar. Ein Jahr hat die ausge-lernte Malerin auf Baustellen gearbeitet. Seit drei Jahren ist sie im Verkauf und der Verwaltung des Farben-Fachgeschäftes tätig. Über die Vorbereitungen auf den Wettbewerb erzählt sie: „Ich habe schon ein bisschen Zeit gebraucht, um feine Linien wieder genau malen zu können", beteuert sie. „Zuerst war das sehr ungewohnt". Nur lobende Worte hat sie für ihren Arbeitgeber übrig: „Die Firma hat mich ganz fest unterstützt. Alle sind total hinter mir gestanden", dankt sie ihren Chefleuten sowie ihren Kollegen.

Ausgleich fand und findet Aline bei ihren Hobbys Skifahren und Schwimmen. Über ihre beruflichen Anfänge sagt sie: „Nach den ersten Malübungen mit meiner Mama habe ich mir gedacht, diesen Beruf schaue ich mir einmal genauer an". Dass sie alles richtig gemacht hat, bestätigt nicht zuletzt ihre Medaille. Familie und Chefleute haben nach den Meisterschaften Aline zu Ehren Plakate aufgehängt. Sie bekommt momentan viele Anrufe von Farbfirmen, die um ein Foto und ein Statement bitten. „Wenn man schon einmal so einen Rummel um sich hat, muss man das genießen", scherzt die sympathische, junge Frau. (hoch) 
 
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